30 Tage untertauchen – 3 Millionen Dollar Preisgeld einstreichen

Das klingt verlockend, oder nicht? Die junge Bibliothekarin Kaitlyn bewirbt sich als Probandin für das neue Überwachungssystem der US Geheimdienste und wird tatsächlich ausgelost. In den nächsten 30 Tagen heißt es, zu verschwinden, für den Überwachungsstaat nicht auffindbar sein. Der Medienmogul Cy Baxter ist unterdessen mithilfe von Drohnen und VR Brille ganz nah dran, bis in die Schlafzimmer der Teilnehmer schafft er es mit seiner Technik.
Schnell wird klar, dass es nicht das Geld ist, das Kaitlyn lockt. Und ganz so leicht zu finden ist sie auch nicht…

Der erste Thriller von Anthony McCarten über die Möglichkeiten des Überwachungsstaates ist atemlos spannend und zeigt auf, warum wir unser Smartphone doch öfter mal in den Flugmodus versetzen sollten, falls uns unsere Privatsphäre überhaupt noch etwas wert ist.

 

Familie Sander bewohnt das schönste Haus auf der Nordseeinsel. Ein Kapitänshaus mit Reetdach und einem Zaun aus Walknochen. 300 Jahre lang fuhren die Männer zur See, doch das ist jetzt vorbei.

Dörte Hansen beschreibt in ihrem neuen Roman das Leben auf den Nordseeinseln durch den Tourismus und die veränderte Situation der Fischer und ihrer Familien. Hat man anfangs die Gäste noch mit offenen Armen empfangen, so zeigen sich jetzt auch die Probleme die mit den vielen Touristen auf die Inselbewohner zugekommen sind. Die Inselbewohner können sich das Leben auf ihrer Insel nicht mehr leisten. Wird ein Haus verkauft, so erwirbt es in der Regel kein Einheimischer.

Auch Hanne Sander hat in der Anfangszeit die Kinderzimmer für die Touristen geräumt. Im Sommer mussten die 3 Kinder in die Abstellkammer umziehen und sich ansonsten möglichst unsichtbar machen. Das ist jetzt vorbei. Hanne vermietet nicht mehr und die Kinder sind schon lange erwachsen und nicht alle sind zufrieden mit dem Leben auf der Insel.

Auch der dritte Roman von Dörte Hansen hat mich begeistert. Sie trifft wieder einmal genau den richtigen Ton und lässt ihre Protagonisten lebendig werden, man glaubt die Personen schon einmal getroffen zu haben. Und die Sehnsucht nach dem Meer und den Inseln können wir Norddeutsche wohl auch bestens nachempfinden.

 

 

Elizabeth Zott ist eine starke Frau, die man sofort ins Herz schließt. Als Chemikerin wurde ihr der Zugang zur Promotion versperrt, ihre Liebe zu einem bekannten Wissenschaftler in den Dreck gezogen und plötzlich ist sie auch noch alleinerziehende Mutter. Trotz vieler Rückschläge geht sie unbeirrbar ihren Weg und motiviert schließlich als unkonventionelle Fernsehköchin viele Frauen auf dem Weg fort vom bloßen Hausfrauendasein. Garmus erzählt mit einigem Witz über eine Frau, der man selbst gern begegnen möchte.

Statt des großen Familienurlaubes warten auf Frieder in diesem Sommer Nachprüfungen in Latein und Mathe. Und dafür soll er sich ausgerechnet bei seinem strengen Großvater vorbereiten. Doch unvermutet hält dieser Sommer für den Jungen noch viele Überraschungen bereit. Die erste Liebe, der erste Verlust, Freundschaft, Mutproben und vieles mehr machen aus diesen Wochen eine Zeit, die ihn für immer prägen wird.

Ewald Arenz lässt in diesem Roman die 70er Jahre wieder lebendig werden und trifft auch sprachlich genau den Ton der damaligen Jugend.

 

Der Nachrichtenmoderator Tom Monderath muss sich plötzlich um seine an Demenz erkrankte Mutter kümmern. Sie fängt an, von ihrer Kindheit in Ostpreußen und der Flucht nach Heidelberg zu erzählen und als ein altes Bild von einem dunkelhäutigen Mädchen auftaucht, wird die Neugier des anfangs eher genervten Tom geweckt und er beginnt zu recherchieren.

Das Buch ist nicht nur ein wunderschöner Liebesroman, es gewährt auch einen Blick hinter die Kulissen beim Fernsehen. Außerdem ist es ein großartiges Buch über die Kriegszeit und vor allem die Zeit der Besatzung.

Eines unserer absoluten Highlights in diesem Frühjahr.