Ein Buch voller Lebensweisheiten.

Die Protagonist*innen in den lose zusammenhängenden Kurzgeschichten von Michiko Aoyama haben eines gemeinsam: Sie scheinen in ihrem Leben in einer Sackgasse angekommen zu sein. Durch Zufall gerät eine nach dem anderen in die Bibliothek von Frau Komachi und findet in ihren Literatur-Empfehlungen Antworten, die sie gar nicht bewusst gesucht haben.

Das Buch hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Aoyama zeigt, dass ein Perspektivwechsel genügen kann, um das eigene Leben ganz anders wahrzunehmen und mit neuem Mut ein neues Kapitel aufzuschlagen. Der ruhige Stil und die in sich abgeschlossenen Geschichten machen das Buch zu einer perfekten Lektüre für achtsame Momente zwischendurch, aber auch zu einem guten Geschenk für Menschen, die gerade einen kleinen Stups in die richtige Richtung brauchen.

 

Die beiden besten Freunde Leonard und Paul werden gerne mal übersehen: Leonard ist Ghostwriter für Kinderenzyklopädien und Paul arbeitet als Aushilfspostbote. Aufregend ist ihr Leben nicht gerade,
doch das ändert sich als einem von beiden etwas passiert, das ihr Leben verändern wird.

Eine charmante Lektüre voller Humor über zwei junge Männer, die nicht so recht zum Mainstream passen – nominiert als Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen.

Abby ist Künstlerin und schwanger – was keiner weiß. Ihr Bruder Ken, aufstrebender Republikaner kurz vor der Präsidentschaftswahl Clinton gegen Trump. Deren Vater geht auf die 70 zu und steckt irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn. Es ist Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen – zu viel Ungesagtes gibt es in der Familie.

Ein spannender Familienroman vor der Traumkulisse Cape Cod

 

Die 14-jährige Billie wächst mit ihrer Mutter in einer Hochhaussiedlung in der Großstadt auf. Die Mutter versucht zwischen zwei Jobs, ihrer Tochter ein schönes Leben zu ermöglichen und gemeinsam träumen sie vom Urlaub in Frankreich. Als dann plötzlich die ungarische Großmutter vor der Tür steht, zerplatzt dieser Traum wie eine Seifenblase. Billie ist wütend auf ihre Oma, die sie nicht kannte und die plötzlich ihr Leben auf den Kopf stellt.
In diesem Sommer verliert Billie nicht nur ihr schönes Leben mit der Mutter und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Sie begibt sich auf eine Reise, um Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie ihrer Mutter nicht mehr stellen kann.
Ein Roman irgendwo zwischen Alina Bronsky und Benedict Wells, mich hat Billies Schicksal zutiefst bewegt und ich wünsche ihr noch sehr viel mehr Leserinnen und Leser!

Tilda studiert Mathe und jobbt an der Supermarktkasse. Abends geht sie gern ins Freibad, schwimmt 22 Bahnen, taucht auf den Grund und versucht, ihren Alltag zu vergessen.

Zu Hause kümmert sie sich liebevoll um ihre kleine Schwester Ida, denn ihre Mutter ist alkoholkrank und das Zusammenleben mit ihr ist die Hölle. Tilda versucht, die Mutter zu ersetzen und gleichzeitig die Schwester zu schützen.

Alles, was ihre Freunde und Kommilitonen machen – feiern, reisen, Pläne schmieden, ihr Jungsein genießen – erlaubt sie sich nicht. Doch eines Tages ist Viktor da, der auch eine Last trägt und plötzlich scheint das Leben Möglichkeiten zu bieten.

„22 Bahnen“ ist ein toller Roman über das Erwachsenwerden, über Familie, Liebe und Zusammenhalt.